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	<title>Kultur | Übersetzer Dolmetscher Tschechisch Deutsch Polnisch in Berlin| Dolmetschbar</title>
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	<description>Diplom-Übersetzerin und beeidigte Dolmetscherin für Tschechisch, Deutsch und Polnisch in Berlin. Beglaubigte Übersetzungen.</description>
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		<title>Zwischen Welten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Iva Wolter]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Apr 2014 14:32:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2740" style="width: 651px" class="wp-caption alignleft"><img aria-describedby="caption-attachment-2740" decoding="async" loading="lazy" class=" wp-image-2740" src="https://dolmetschbar.de/wp-content/uploads/2018/05/Afghanisch-Dolmetscher.jpg" alt="" width="641" height="427" srcset="https://dolmetschbar.de/wp-content/uploads/2018/05/Afghanisch-Dolmetscher.jpg 4256w, https://dolmetschbar.de/wp-content/uploads/2018/05/Afghanisch-Dolmetscher-150x100.jpg 150w, https://dolmetschbar.de/wp-content/uploads/2018/05/Afghanisch-Dolmetscher-300x200.jpg 300w, https://dolmetschbar.de/wp-content/uploads/2018/05/Afghanisch-Dolmetscher-768x511.jpg 768w, https://dolmetschbar.de/wp-content/uploads/2018/05/Afghanisch-Dolmetscher-600x399.jpg 600w" sizes="(max-width: 641px) 100vw, 641px" /><p id="caption-attachment-2740" class="wp-caption-text">©Bjoern Kommerell</p></div>
<p>Zwischen Welten – Der Name des neuen Films der Regisseurin Feo Aladag ist Programm. Es prallen hier sogar gleich mehrere Welten aufeinander: die kulturellen und religiösen Unterschiede zwischen Deutschen und Afghanen, die unterschiedlichen Vorstellungen der deutschen Soldaten und der afghanischen Bevölkerung über die Aufgabe der Schutztruppen, das Dilemma des Bundeswehroffiziers bei seiner Entscheidung, den Einheimischen Hilfe zu leisten und/oder Befehle zu befolgen, die Auseinandersetzung mit dem eigenen Gewissen, der Konflikt zwischen der Militärbürokratie und dem Kriegsalltag, die Spannungen zwischen den afghanischen Milizen und der Taliban, die Feindseligkeit der Taliban gegenüber den Dolmetschern, der Kampf der Frauen um Anerkennung und Bildung in der patriarchalischen Gesellschaft, die Konfrontation mit der brutalen Kriegswelt.<span id="more-1001"></span></p>
<p>Zwischen Welten symbolisiert aber auch die Gefühlslage des Dolmetschers Tarik, der zwar dank seiner Kenntnisse in der Lage ist, zwischen den Einsatzkräften und den Einheimischen sprachlich und kulturell zu vermitteln, sich selbst aber von keiner der beiden Seiten aufgenommen fühlt. Er bezeichnet sich als Afghane und Afghanistan als seine Heimat, die er nie verlassen würde, wenn er hier sicher wäre. Die einen bedrohen ihn und seine Familie wegen seiner Arbeit für die deutschen Truppen, die anderen wollen ihm trotz seiner lebensbedrohlichen Leistung kein Asyl gewähren. Tarik bewegt sich buchstäblich zwischen diesen Welten und bekommt die Distanz von beiden Seiten zu spüren.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="alignleft wp-image-2736" src="https://dolmetschbar.de/wp-content/uploads/2018/05/Zwischen_Welten_1.jpg" alt="" width="381" height="254" srcset="https://dolmetschbar.de/wp-content/uploads/2018/05/Zwischen_Welten_1.jpg 4928w, https://dolmetschbar.de/wp-content/uploads/2018/05/Zwischen_Welten_1-150x100.jpg 150w, https://dolmetschbar.de/wp-content/uploads/2018/05/Zwischen_Welten_1-300x200.jpg 300w, https://dolmetschbar.de/wp-content/uploads/2018/05/Zwischen_Welten_1-768x511.jpg 768w, https://dolmetschbar.de/wp-content/uploads/2018/05/Zwischen_Welten_1-600x399.jpg 600w" sizes="(max-width: 381px) 100vw, 381px" />Umso bemerkenswerter ist dann die sich allmählich aufbauende Freundschaft zwischen dem Dolmetscher und dem Bundeswehroffizier namens Jesper, der mit seiner Einheit ein kleines Dorf im Kampf gegen die Taliban unterstützen soll. Mit Hilfe des jungen Dolmetschers versucht er, das Vertrauen der skeptischen Dorfgemeinschaft und der Milizen zu gewinnen.</p>
<h3><strong>Afghanistan</strong></h3>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="alignright wp-image-2738" src="https://dolmetschbar.de/wp-content/uploads/2018/05/Zwischen_Welten_3.jpg" alt="" width="470" height="199" srcset="https://dolmetschbar.de/wp-content/uploads/2018/05/Zwischen_Welten_3.jpg 2048w, https://dolmetschbar.de/wp-content/uploads/2018/05/Zwischen_Welten_3-150x64.jpg 150w, https://dolmetschbar.de/wp-content/uploads/2018/05/Zwischen_Welten_3-300x127.jpg 300w, https://dolmetschbar.de/wp-content/uploads/2018/05/Zwischen_Welten_3-768x326.jpg 768w, https://dolmetschbar.de/wp-content/uploads/2018/05/Zwischen_Welten_3-600x255.jpg 600w" sizes="(max-width: 470px) 100vw, 470px" />Der Film wurde an Originalschauplätzen in Afghanistan gedreht, was für westliche Produktionen eher unüblich ist. Das tut dem Film aber gut, er wirkt dadurch viel authentischer. Als Zuschauer fühlt man sich – auch dank der Kameraführung – mitten drin, mitten in Afghanistan. Mitten in einer für die westliche Kultur unbekannten Welt, in der man sich ohne einen „Vermittler“ nicht zurechtfindet. Wie gut, dass es Menschen wie den jungen Afghanen Tarik gibt, der nicht nur zwischen den Sprachen dolmetscht, sondern auch zwischen den Kulturen vermittelt.</p>
<p>Selbst während der Dreharbeiten in Afghanistan mit Unterstützung der Bundeswehr ist das Zusammentreffen der Welten spürbar. Die Regisseurin Feo Aladag, die gleichzeitig auch die Produktion und das Drehbuch übernahm, fasst es so zusammen: „Jeden Tag, sechs Tage die Woche, Freitags ist hier Sonntags, treffen diese Welten zusammen an einem unserer Motive, um eine Geschichte über Divergenzen und Gemeinsamkeiten, Widersprüche und Brücken, Einsatz und Wirklichkeit, Freundschaft und Verantwortung zu erzählen.“</p>
<p>Der Film, der seine Weltpremiere auf der Berlinale 2014 feierte, wurde auf Deutsch, Englisch, Dari und Paschtu gedreht. In der Hauptrolle ist Ronald Zehrfeld zu sehen. Sämtliche afghanischen Rollen wurden mit Darstellern aus der Gegend um Mazar-i-Sharif und Kabul besetzt. Tarik wird von dem Afghanen Mohsin Ahmady gespielt. Die Regisseurin hat lange recherchiert und mehrmals Afghanistan besucht, um die Arbeit der deutschen Soldaten vor Ort sowie die afghanische Bevölkerung kennenzulernen. Der Anspruch der Regisseurin an möglichst größte Authentizität ist in diesem Kriegsdrama deutlich spürbar.</p>
<h3><strong>Afghanisch-Dolmetscher</strong></h3>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="alignleft wp-image-2739" src="https://dolmetschbar.de/wp-content/uploads/2018/05/Afghanisch-Dolmetscher_2.jpg" alt="" width="477" height="202" srcset="https://dolmetschbar.de/wp-content/uploads/2018/05/Afghanisch-Dolmetscher_2.jpg 2048w, https://dolmetschbar.de/wp-content/uploads/2018/05/Afghanisch-Dolmetscher_2-150x64.jpg 150w, https://dolmetschbar.de/wp-content/uploads/2018/05/Afghanisch-Dolmetscher_2-300x127.jpg 300w, https://dolmetschbar.de/wp-content/uploads/2018/05/Afghanisch-Dolmetscher_2-768x326.jpg 768w, https://dolmetschbar.de/wp-content/uploads/2018/05/Afghanisch-Dolmetscher_2-600x255.jpg 600w" sizes="(max-width: 477px) 100vw, 477px" />Dem Dolmetscher kommt in dem Film Zwischen Welten eine Schlüsselrolle zuteil. Die Regisseurin drückt es so aus: „Die Übersetzer helfen nicht nur bei Sprachproblemen, sie unterstützen auch und ganz besonders dabei, alltägliche Unterschiede und alltägliche Missverständnisse aufzuklären, und sind deshalb vielleicht diejenigen, deren Tätigkeit die wichtigste ist, um ein friedliches Zusammen- und Überleben überhaupt erst zu ermöglichen.“</p>
<p>Leider wird die Arbeit der Afghanisch-Dolmetscher nicht gebührend honoriert. In einem <a href="http://wordpress.imsprachen.com/dolmetschen-in-kriegsgebieten/" target="_blank" rel="noopener">Blogartikel</a> habe ich schon darüber berichtet, dass viele Dolmetscher von den Taliban als Kollaborateure der Besatzungsmächte angesehen werden. Nach dem Abzug der deutschen Schutztruppen aus Afghanistan gehören sie und ihre Familien zu den am meisten gefährdeten Personengruppen. Leider wird ihnen trotz ihrer unermüdlichen Hilfe bei der Verständigung in lebensbedrohlichen Kriegsgebieten kein Asyl in Deutschland gewährt.</p>
<p><img decoding="async" loading="lazy" class="alignright wp-image-2737" src="https://dolmetschbar.de/wp-content/uploads/2018/05/Zwischen_Welten_2.jpg" alt="" width="470" height="200" srcset="https://dolmetschbar.de/wp-content/uploads/2018/05/Zwischen_Welten_2.jpg 2048w, https://dolmetschbar.de/wp-content/uploads/2018/05/Zwischen_Welten_2-150x64.jpg 150w, https://dolmetschbar.de/wp-content/uploads/2018/05/Zwischen_Welten_2-300x127.jpg 300w, https://dolmetschbar.de/wp-content/uploads/2018/05/Zwischen_Welten_2-768x326.jpg 768w, https://dolmetschbar.de/wp-content/uploads/2018/05/Zwischen_Welten_2-600x255.jpg 600w" sizes="(max-width: 470px) 100vw, 470px" />In genauso einer Situation befindet sich auch Tarik, der sich mehrmals vergeblich bemüht, einen Asylantrag bei den deutschen Behörden zu stellen. In einer bewegten Szene fragt er den Kommandeur, welche Beweise er hätte noch erbringen sollen. Etwa den, dass er oder seine Schwester tot sind? Vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Lage ist die Geschichte der ungewöhnlichen Freundschaft zwischen einem Bundeswehrsoldaten und seinem afghanischen Dolmetscher noch brisanter.</p>
<h3><strong>Fazit</strong></h3>
<p>Die Überwindung der Unterschiede und eine harmonische Verbindung der teilweise grundverschiedenen Welten scheinen fast unmöglich zu sein. Die Kontakte der einzelnen Akteure sind von Ängsten, Vorurteilen und dem Unterschied zwischen Haben und Nicht-Haben geprägt. Der Film möchte keine pauschalen Antworten auf die Fragen zur Lösung dieser Konflikte geben, sondern vielmehr für das Thema sensibilisieren.</p>
<p>Mein Prädikat lautet daher: ein interessanter Film über zwischenmenschliche Beziehungen geprägt von kulturellen Differenzen im Rahmen eines Kriegskonflikts. Absolut sehenswert!</p>
<p>Der Trailer zum Film Zwischen Welten:</p>
<p><iframe loading="lazy" src="//www.youtube-nocookie.com/embed/uortrncfkdQ?rel=0" width="640" height="360" frameborder="0"></iframe></p>
<p>_____________________<br />
Fotos: © Bjoern Kommerell</p><p>The post <a href="https://dolmetschbar.de/2014/04/zwischen-welten/">Zwischen Welten</a> first appeared on <a href="https://dolmetschbar.de">Übersetzer Dolmetscher Tschechisch Deutsch Polnisch in Berlin| Dolmetschbar</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Vortrag: Traumberuf Übersetzer?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Iva Wolter]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Dec 2013 15:32:06 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Im Rahmen der diesjährigen 26. Internationalen Messe für Sprachen und Kulturen EXPOLINGUA Berlin 2013 habe ich einen Vortrag mit dem Titel &#8222;Traumberuf Übersetzer?&#8220; gehalten. Die dazugehörige Präsentation können Sie sich hier anschauen: Traumberuf Übersetzer? from Dolmetschbar &#124; Übersetzungs- und Dolmetschservice Iva Mäder Die Ankündigung zu meinem Vortrag lautete so: Titel: Traumberuf Übersetzer? Referentin: Iva Mäder [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://dolmetschbar.de/2013/12/vortrag-traumberuf-uebersetzer/">Vortrag: Traumberuf Übersetzer?</a> first appeared on <a href="https://dolmetschbar.de">Übersetzer Dolmetscher Tschechisch Deutsch Polnisch in Berlin| Dolmetschbar</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Im Rahmen der diesjährigen 26. Internationalen Messe für Sprachen und Kulturen EXPOLINGUA Berlin 2013 habe ich einen Vortrag mit dem Titel &#8222;Traumberuf Übersetzer?&#8220; gehalten. Die dazugehörige Präsentation können Sie sich hier anschauen:</p>
<p><iframe loading="lazy" style="border-width: 1px 1px 0px; border-style: solid; border-color: #cccccc; margin-bottom: 5px;" src="http://www.slideshare.net/slideshow/embed_code/28822752" width="427" height="356" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe></p>
<h6 style="margin-bottom: 5px;"><strong><a title="Traumberuf Übersetzer?" href="https://de.slideshare.net/Dolmetschbar/expolingua-2013-traumberufbersetzerivamder-28822752" target="_blank">Traumberuf Übersetzer?</a> </strong> from <strong><a href="http://www.slideshare.net/Dolmetschbar" target="_blank">Dolmetschbar | Übersetzungs- und Dolmetschservice Iva Mäder</a></strong></h6>
<p><span id="more-998"></span></p>
<p>Die Ankündigung zu meinem Vortrag lautete so:</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Titel</span>: <strong>Traumberuf Übersetzer?</strong><br />
<span style="text-decoration: underline;">Referentin</span>: <strong>Iva Mäder</strong><br />
Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer e.V. (BDÜ)</p>
<p>Sie sprechen eine oder sogar mehrere Fremdsprachen und interessieren sich für andere Kulturen? Sie stehen am Anfang Ihres Berufslebens, möchten „etwas mit Sprache“ machen und spielen mit dem Gedanken, Übersetzer zu werden? Doch wie arbeitet ein Übersetzer genau und welche Voraussetzungen muss man für diesen Beruf erfüllen? In meinem Vortrag zeige ich Ihnen, wie der Berufsalltag eines Übersetzers aussieht sowie welche Anforderungen man neben hervorragenden Sprachkenntnissen und gutem landeskundlichen Wissen benötigt. Wir tauchen gemeinsam ein in die Welt des Übersetzens und kommen mit neuen Erkenntnissen über den Übersetzungsprozess, die Einsatzmöglichkeiten, die notwendige technische Ausstattung, die Bezahlung und vielem mehr zurück. Informationen zu Ausbildungsmöglichkeiten und -inhalten runden meinen Vortrag ab.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Die Referentin:<br />
</span>Iva Mäder ist Diplom-Übersetzerin und beeidigte Dolmetscherin für die tschechische und polnische Sprache. Die gebürtige Pragerin hat an den Universitäten Leipzig und Warschau Übersetzen und Deutsch als Fremdsprache studiert sowie an der Juristischen Fakultät der Karls-Universität in Prag ein Aufbaustudium für Gerichtsdolmetscher und -übersetzer absolviert. Anschließend machte sie sich als Übersetzerin, Dolmetscherin sowie Sprachdozentin für Tschechisch und Polnisch selbstständig und wurde für diese Sprachen beeidigt. Derzeit arbeitet sie als freiberufliche Übersetzerin und Dolmetscherin in Berlin für Rechtsanwälte, Staatsanwaltschaften, Behörden, Gerichte, Privatpersonen sowie kleine und mittelständische Unternehmen aus Deutschland, Tschechien und Polen.</p><p>The post <a href="https://dolmetschbar.de/2013/12/vortrag-traumberuf-uebersetzer/">Vortrag: Traumberuf Übersetzer?</a> first appeared on <a href="https://dolmetschbar.de">Übersetzer Dolmetscher Tschechisch Deutsch Polnisch in Berlin| Dolmetschbar</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Präsidentschaftswahl in Tschechien</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Iva Wolter]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 Jan 2013 09:00:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Tschechien]]></category>
		<category><![CDATA[Tschechische Republik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zum ersten mal Direktwahl Am 11. und 12. Januar 2013 wird in Tschechien der nächste Präsident gewählt, und zwar das erste Mal direkt von den wahlberechtigten Bürgern. Im Februar 2012 hat der Senat die entsprechende Verfassungsänderung angenommen, nachdem das Abgeordnetenhaus der Neuregelung bereits im Dezember 2011 zugestimmt hatte. Bisher wurde das Staatsoberhaupt von Abgeordnetenhaus und [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" loading="lazy" class="aligncenter wp-image-1684 size-full" src="https://dolmetschbar.de/wp-content/uploads/2014/08/Prager_Burg.jpg" alt="Eingang zur Prager Burg" width="2592" height="1552" srcset="https://dolmetschbar.de/wp-content/uploads/2014/08/Prager_Burg.jpg 2592w, https://dolmetschbar.de/wp-content/uploads/2014/08/Prager_Burg-150x89.jpg 150w, https://dolmetschbar.de/wp-content/uploads/2014/08/Prager_Burg-300x179.jpg 300w, https://dolmetschbar.de/wp-content/uploads/2014/08/Prager_Burg-600x359.jpg 600w" sizes="(max-width: 2592px) 100vw, 2592px" /></p>
<h3><strong>Zum ersten mal Direktwahl</strong></h3>
<p>Am 11. und 12. Januar 2013 wird in Tschechien der nächste Präsident gewählt, und zwar das erste Mal direkt von den wahlberechtigten Bürgern. Im Februar 2012 hat der Senat die entsprechende Verfassungsänderung angenommen, nachdem das Abgeordnetenhaus der Neuregelung bereits im Dezember 2011 zugestimmt hatte. Bisher wurde das Staatsoberhaupt von Abgeordnetenhaus und Senat in einer gemeinsamen Sitzung gewählt. Sollte kein Kandidat die absolute Mehrheit der Stimmen erreichen, gehen am 24. und 25. Januar die zwei bestplatzierten Kandidaten in die Stichwahl.<span id="more-994"></span></p>
<p>Für das Amt des Präsidenten dürfen Personen kandidieren, die älter als 40 Jahre sind und die Unterstützung von mindestens 20 Abgeordneten oder 10 Senatoren erhalten haben oder mindestens 50.000 Unterschriften von Wahlberechtigten sammeln konnten. Ursprünglich hatten sich mehr als 20 Bewerber angekündigt, nicht alle konnten jedoch die erforderliche Anzahl an Unterschriften vorweisen. Einige Kandidaten wie die Ex-Europaparlamentarierin und Chefin der außenparlamentarischen Partei Suverenita Jana Bobošíková, der tschechisch-japanische Unternehmer Tomio Okamura und der frühere Industrie- und Handelsminister Vladimír Dlouhý hatten nach einer vom tschechischen Innenministerium anhand von Stichproben durchgeführten Zählung der eingereichten Unterschriften weniger als 50.000 erreicht. Sie haben gegen die durchgeführte Zählmethode beim Obersten Verwaltungsgericht geklagt. Das Gericht hat jedoch nur die ehemalige Moderatorin als Präsidentschaftskandidatin zugelassen. Zurzeit gibt es also 9 Kandidaten. Der Sieger der ersten direkten Wahl wird den derzeitigen Staatspräsidenten Václav Klaus ersetzen, der nach seiner zweiten und letzten fünfjährigen Amtsperiode zum 7. März 2013 aus seinem Amt ausscheidet.</p>
<h3><strong>Die Kompetenzen des tschechischen Präsidenten</strong></h3>
<p>Der tschechische Präsident repräsentiert u.a. den Staat gegenüber anderen Ländern und beurkundet vom Parlament erlassene Gesetze. Im Gegensatz zum deutschen Bundespräsidenten hat er jedoch größere Kompetenzen. Er kann zum Beispiel in Krisenzeiten einen neuen Premierminister ernennen oder den amtierenden Premierminister entlassen. Zudem ist der tschechische Präsident Oberbefehlshaber der Armee und wird zu Beratung hinzugezogen, wenn es beispielsweise um eine Reform der Streitkräfte geht.</p>
<h3><strong>Die Kandidaten</strong></h3>
<p>In Umfragen liegen die ehemaligen Regierungschefs Jan Fischer und Miloš Zeman vorn. Der parteilose Fischer stand an der Spitze des Kabinetts in den Jahren 2009 und 2010. Zeman war als Vorsitzender der Sozialdemokraten (ČSSD) von 1998 bis 2002 Regierungschef. Er kandidiert für die von ihm gegründete Partei der Bürgerrechte (SPOZ).</p>
<p>Deutlich weniger Stimmen bekommen in den Umfragen der Vizevorsitzende der Sozialdemokraten Jiří Diensbier und der Außenminister Karel Schwarzenberg. Der Senator Jiří Diensbier Junior ist der offizielle Kandidat der stärksten Partei, der Tschechischen Sozialdemokratischen Partei (ČSSD) und hat – obwohl er von 27 Senatoren nominiert wurde – für seine Präsidentschaftskandidatur 55.000 Bürgerstimmen gesammelt. Sowohl er als auch Miloš Zeman werden von der Kommunistischen Partei (KSČM) unterstützt. 38 Abgeordnete haben als Kandidaten für das Amt des Präsidenten den Vorsitzenden der konservativen Mitte-Rechts-Partei TOP 09 Karel Schwarzenberg vorgeschlagen.</p>
<p>Die konservative und zweitstärkste politische Partei Tschechiens, die Demokratische Bürgerpartei (ODS), unterstützt ihren Parteifreund und Vizepräsidenten des Senats Přemysl Sobotka. Die Christdemokratin Zuzana Roithová ist seit 2004 Mitglied des Europäischen Parlaments und gilt als Kandidatin der Christlichen und Demokratischen Union – Tschechoslowakische Volkspartei (KDU-ČSL).</p>
<p>Unter den Präsidentschaftskandidaten fehlen auch nicht die Künstler. Táňa Fischerová ist ehemalige Schauspielerin, Schriftstellerin, Moderatorin jährlich stattfindender Adventskonzerte, parteiunabhängige Politikerin und angagierte Bürgerrechtlerin. Der studierte Rechtsanwalt Vladimír Franz ist Komponist und bildender Künstler, der an der Theaterfakultät der Akademie der Musischen Künste in Prag als Professor tätig ist. Bekannt ist er auch durch seine Ganzkörper-Tätowierung.</p>
<h3><strong>Heiße Wahlkampfphase</strong></h3>
<p>Insgesamt werden 7.200 Tschechen ihren Präsidenten im Ausland wählen, die meisten in Brüssel und Bratislava. In Berlin besteht die Möglichkeit, sich als Wähler an der tschechischen Botschaft anzumelden.</p>
<p>Mit Spannung wird die Wahlbeteiligung bei der ersten Direktwahl des tschechischen Präsidenten in der nächsten Tagen erwartet. Die Wahlkampagnen sind im vollen Gange, in den Medien wird über die Präsidentschaftskandidaten ausgiebig berichtet und in den Sozialen Netzwerken fleißig diskutiert. Was meinen Sie? Wer wird der nächste tschechische Präsident?</p><p>The post <a href="https://dolmetschbar.de/2013/01/praesidentschaftswahl-in-tschechien/">Präsidentschaftswahl in Tschechien</a> first appeared on <a href="https://dolmetschbar.de">Übersetzer Dolmetscher Tschechisch Deutsch Polnisch in Berlin| Dolmetschbar</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Weihnachten in Tschechien und Polen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Iva Wolter]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Dec 2012 09:00:36 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Es ist wieder so weit, Weihnachten steht vor der Tür. Weihnachtsbaum, Weihnachtsfeiertage, Weihnachtslieder, Weihnachtsschmuck, Weihnachtsgebäck, Weihnachtskarten, Weihnachtsmann oder Christkind, Heiligabend und Bescherung &#8211; das sind einige vertraute deutsche Worte, die wir mit dem Weihnachtsfest verbinden. Doch wie sieht es in anderen Ländern aus? Wie feiern Tschechen und Polen Weihnachten? Einige traditionelle tschechische und polnische Weihnachtsbräuche möchte [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" loading="lazy" class="alignleft  wp-image-1686" src="https://dolmetschbar.de/wp-content/uploads/2014/08/Weihnachten_Prag.jpg" alt="Weihnachtsbaum auf dem Altstadtring" width="300" height="501" srcset="https://dolmetschbar.de/wp-content/uploads/2014/08/Weihnachten_Prag.jpg 1552w, https://dolmetschbar.de/wp-content/uploads/2014/08/Weihnachten_Prag-89x150.jpg 89w, https://dolmetschbar.de/wp-content/uploads/2014/08/Weihnachten_Prag-179x300.jpg 179w, https://dolmetschbar.de/wp-content/uploads/2014/08/Weihnachten_Prag-359x600.jpg 359w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Es ist wieder so weit, Weihnachten steht vor der Tür. Weihnachtsbaum, Weihnachtsfeiertage, Weihnachtslieder, Weihnachtsschmuck, Weihnachtsgebäck, Weihnachtskarten, Weihnachtsmann oder Christkind, Heiligabend und Bescherung &#8211; das sind einige vertraute deutsche Worte, die wir mit dem Weihnachtsfest verbinden. Doch wie sieht es in anderen Ländern aus? Wie feiern Tschechen und Polen Weihnachten? Einige traditionelle tschechische und polnische Weihnachtsbräuche möchte ich Ihnen gerne vorstellen.<span id="more-993"></span></p>
<h3><strong>Tschechien</strong></h3>
<p>In Tschechien ist der 24. Dezember, der Heilige Abend (Štědrý večer), eher ein familiäres als ein religiöses Fest, bei dem sich die ganze Familie trifft, um gemeinsam zu Abend essen und sich gegenseitig zu bescheren. Die Geschenke werden der Tradition nach vom Christkind (Ježíšek) gebracht, das unsichtbar ist und sich nur mit dem Klingen einer Glocke bemerkbar macht. Eine andere tschechische Weihnachtstradition besagt, dass man den ganzen Tag fasten muss, um am Abend das „goldene Schweinchen“ (zlaté prasátko) sehen zu können. Zum festlichen Abendessen gibt es wohl in jeder tschechischen Familie eine Fischsuppe und danach panierten Karpfen mit Kartoffelsalat. Die Weihnachtskarpfen werden einige Tage vor Weihnachten auf den Straßen und Marktplätzen in großen Bottichen verkauft. Nicht wegzudenken sind an Weihnachten die zahlreichen Weihnachtsplätzchen (cukroví) und das Weihnachtsbrot(vánočka). Während des Abendessens darf man sich nicht vom Tisch entfernen, bevor das Mahl zu Ende ist. Ansonsten wird jemand aus der Tischrunde den nächsten Heiligen Abend nicht erleben. In Tschechien gibt es einige alte Weihnachtsbräuche, die mehr oder weniger auch heute noch Bestand haben. So werden beispielsweise Äpfel geschnitten, um zu erfahren, ob man das nächste Jahr gesund bleibt. Das ist der Fall, wenn in der Mitte des Apfels ein Stern erscheint. Oder man lässt Walnussschalen in einer Schüssel Wasser schwimmen. Wenn die Schalen versinken, bevor sie die Schüssel durchqueren konnten, passiert der Person etwas Schlimmes. Ebenso gehalten hat sich der Brauch, eine Fischschuppe in den Geldbeutel zu legen, damit sich das Geld im nächsten Jahr vermehrt. Selbstverständlich sind heutzutage weihnachtlich geschmückte Wohnungen und Häuser sowie Weihnachtsbäume (vánoční stromeček). Weihnachtsbäume werden auch auf öffentlichen Plätzen aufgestellt (siehe Bild oben) und befinden sich auf jedem Weihnachtsmarkt (vánoční trh). Da die Weihnachtsmärkte auch während der Weihnachtsfeiertage offen haben, sind sie ein beliebtes Ziel für Touristen und für Familienbesuche.</p>
<h3><strong>Polen</strong></h3>
<p>Höhepunkt der Weihnachtszeit in Polen ist der Heilige Abend (Wigilia), der am 24. Dezember im Kreise der Familie und mit vielen traditionellen Bräuchen gefeiert wird. Es wird ein Weihnachtsbaum (choinka) aufgestellt und geschmückt. Diese in Polen relativ junge Tradition wurde erst im 19. Jahrhundert von den Deutschen übernommen. Früher schmückte man die Wohnungen mit Tannen-, Fichten- oder Kieferzweigen. Beliebt waren auch Getreide-, Heu- und Strohbündel. Etwas Heu wird unter die Tischdecke und unter den Tisch gelegt, als Erinnerung an Christi Geburt in einem Viehstall. Viele Familien legen auch Geld unter die Tischdecke. Auf dem weihnachtlich geschmückten Tisch wird ein zusätzliches Gedeck hingestellt, das an die Verstorbenen erinnern soll. Dieser steht auch jedem unerwarteten Gast offen, der kein Zuhause hat oder es an Heiligabend nicht bis dorthin schafft. Traditionell besteht das Weihnachtsessen (kolacja wigilijna) aus zwölf fleischlosen Gerichten, die an die zwölf Apostel erinnern sollen. Heutzutage wird jedoch die Anzahl der Gerichte nicht mehr ganz genau eingehalten. Serviert werden Bliny (Puffer aus Hefeteig), Bohnen, Erbsen, Grütze, Äpfel, Nüsse, Honig und Fisch. Von jeder Speise muss mindestens einmal gekostet werden. Sämtliche Vorbereitungen müssen beendet sein, wenn der erste Stern am Himmel erscheint. Dann setzt sich die Familie an den Tisch, liest die Geschichte von Christi Geburt aus der Bibel vor und betet gemeinsam. Danach kommt der wichtigste Teil des Abends, die Teilung der geweihten Oblate, des heiligen Brotes, als Zeichen der Versöhnung, der Liebe, der Freundschaft und des Friedens. Mit diesem für Polen sehr typischen Oblatenbrechen beginnt immer das Familienoberhaupt. Jeder bricht ein Stück der Oblate eines Anderen ab, isst es und wünscht ihm alles Gute, Gesundheit und frohe Weihnachten. Nach dem Essen werden Weihnachtslieder (kolędy) gesungen. Jedes Familienmitglied bekommt für seinen Geldbeutel eine Fischschuppe, die für Wohlstand im nächsten Jahr sorgen soll. Um Mitternacht geht die ganze Familie in eine festlich geschmückte Kirche zur Mitternachtsmesse (pasterka).</p>
<p>Sowohl in Tschechien als auch in Polen verbringt man die folgenden Tage im Kreise der Familie und mit Verwandtenbesuchen. Alle wünschen sich dann gegenseitig <strong>Frohe Weihnachten</strong>: „<strong>Veselé Vánoce</strong>“ (Tschechisch) und „<strong>Wesołych Świąt</strong><em>“</em>(Polnisch).</p><p>The post <a href="https://dolmetschbar.de/2012/12/weihnachten-in-tschechien-und-polen/">Weihnachten in Tschechien und Polen</a> first appeared on <a href="https://dolmetschbar.de">Übersetzer Dolmetscher Tschechisch Deutsch Polnisch in Berlin| Dolmetschbar</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Der internationale Übersetzertag</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Iva Wolter]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 30 Sep 2012 15:00:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Übersetzen & Dolmetschen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 30. September wird der Internationale Übersetzertag gefeiert. Das Datum geht zurück auf den Todestag des Heiligen Hieronymus im Jahr 420. Hieronymus war ein Kirchenvater, Gelehrter und Theologe, der das Alte Testament aus dem Hebräischen ins gesprochene Latein übersetzte und der als Schutzpatron der Übersetzer gilt. Im Jahr 1991 hat die Fédération Internationale des Traducteurs [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" loading="lazy" class="alignleft wp-image-2694" src="https://dolmetschbar.de/wp-content/uploads/2018/05/Begriffswolke.jpg" alt="" width="437" height="251" srcset="https://dolmetschbar.de/wp-content/uploads/2018/05/Begriffswolke.jpg 391w, https://dolmetschbar.de/wp-content/uploads/2018/05/Begriffswolke-150x86.jpg 150w, https://dolmetschbar.de/wp-content/uploads/2018/05/Begriffswolke-300x173.jpg 300w" sizes="(max-width: 437px) 100vw, 437px" />Am 30. September wird der Internationale Übersetzertag gefeiert. Das Datum geht zurück auf den Todestag des Heiligen Hieronymus im Jahr 420. Hieronymus war ein Kirchenvater, Gelehrter und Theologe, der das Alte Testament aus dem Hebräischen ins gesprochene Latein übersetzte und der als Schutzpatron der Übersetzer gilt.</p>
<p>Im Jahr 1991 hat die Fédération Internationale des Traducteurs (FIT), die nationale Übersetzungsorganisationen aus über 60 Ländern zusammenfasst und weltweit über 100.000 Übersetzer vertritt, diesen Tag zum Internationalen Übersetzertag erklärt. <span id="more-990"></span>Sein Ziel ist es, die Arbeit der Übersetzer zu würdigen, den Beruf des Übersetzers in der Gesellschaft anzuerkennen, das Wissen und die Wertschätzung der Übersetzung als eine Wissenschaft und Kunst zu fördern sowie die zunehmende Bedeutung von Übersetzungen in einer Zeit fortschreitender Globalisierung aufzuzeigen. Daneben soll aber auch verdeutlicht werden, welche wichtige Rolle Übersetzungen für die Entwicklung von Kultur und Wissenschaft sowie für die Entfaltung der einzelnen Volkssprachen gespielt haben. Anhand von überlieferten Übersetzungen können wir nämlich den Verlauf der Geschichte dokumentieren, die historischen Wissensströme verfolgen und den Transfer von Wissen und Kulturtechniken zwischen verschiedenen Völkern nachvollziehen.</p>
<p>Jeden Tag werden wir mit Übersetzungen konfrontiert. Doch meistens nehmen wir sie gar nicht wahr bzw. halten es für selbstverständlich, dass die Texte in unserer Muttersprache vorhanden sind. Aber überall dort, wo etwas gesprochen, geschrieben oder gelesen wird, waren Übersetzer im Spiel. Ihnen verdanken wir es, dass die ganze Welt in der eigenen Sprache aufgehoben ist und dass sie die Voraussetzungen für die Möglichkeiten des vereinigten Europas und der heutigen globalisierten Welt geschaffen haben.</p>
<p>Das erste Mal hat der Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer e.V. (BDÜ) an diesem Tag den BDÜ-Hieronymus-Preis verliehen. Der Verband zeichnet damit Unternehmen für ihre vorbildlichen Leistungen im Bereich „mehrsprachige Kommunikation“ aus. In diesem Jahr ging er an die germanBelt Systems GmbH aus Bad Blankenburg in Thüringen. Das mittelständische Unternehmen ist ein internationaler Hersteller und Lieferant von Komponenten für Förder- und Verschließschutztechnik. Die Preisverleihung fand im Rahmen der Abschlussveranstaltung zur Internationalen Fachkonferenz „Übersetzen in die Zukunft“ in Berlin statt.</p>
<p>Sehr schön hat die Funktion des Internationalen Übersetzertages der Verband deutschsprachiger Übersetzer literarischer und wissenschaftlicher Werke e.V. zusammengefasst, in dem er auf seiner Webseite schreibt, dass an diesem Tag das Bewusstsein in der Öffentlichkeit für die Bedeutung der Übersetzung geweckt werden soll und deutlich gemacht, wer hinter den vielen Übersetzungen steht, mit denen wir ständig konfrontiert werden – von der schönen Literatur bis zum Fachbuch, vom Theater bis zu Film und Fernsehen, von Zeitungen und Zeitschriften bis zu Werbung und Gebrauchsanweisungen.</p><p>The post <a href="https://dolmetschbar.de/2012/09/der-internationale-uebersetzertag/">Der internationale Übersetzertag</a> first appeared on <a href="https://dolmetschbar.de">Übersetzer Dolmetscher Tschechisch Deutsch Polnisch in Berlin| Dolmetschbar</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Tag der tschechischen Staatlichkeit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Iva Wolter]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Sep 2012 08:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Böhmen]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Landeskunde]]></category>
		<category><![CDATA[Tschechien]]></category>
		<category><![CDATA[Tschechische Republik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 28. September 929 oder 935 wurde der böhmische Fürst aus der Dynastie der Přemysliden und spätere Schutzpatron Wenzel (Václav) im Auftrag seines jüngeren Bruders Boleslav I. in Stará Boleslav (Altbunzlau) bei Prag ermordet. Tschechien erklärte im Jahr 2000 seinen Todestag zum staatlichen Feiertag &#8211; dem Tag der tschechischen Staatlichkeit (Den české státnosti). Der Heilige [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" loading="lazy" class=" wp-image-2698 alignleft" src="https://dolmetschbar.de/wp-content/uploads/2018/05/Wenzelstatue.jpg" alt="" width="308" height="514" srcset="https://dolmetschbar.de/wp-content/uploads/2018/05/Wenzelstatue.jpg 1552w, https://dolmetschbar.de/wp-content/uploads/2018/05/Wenzelstatue-90x150.jpg 90w, https://dolmetschbar.de/wp-content/uploads/2018/05/Wenzelstatue-180x300.jpg 180w, https://dolmetschbar.de/wp-content/uploads/2018/05/Wenzelstatue-768x1283.jpg 768w, https://dolmetschbar.de/wp-content/uploads/2018/05/Wenzelstatue-359x600.jpg 359w" sizes="(max-width: 308px) 100vw, 308px" />Am 28. September 929 oder 935 wurde der böhmische Fürst aus der Dynastie der Přemysliden und spätere Schutzpatron Wenzel (Václav) im Auftrag seines jüngeren Bruders Boleslav I. in Stará Boleslav (Altbunzlau) bei Prag ermordet. Tschechien erklärte im Jahr 2000 seinen Todestag zum staatlichen Feiertag &#8211; dem Tag der tschechischen Staatlichkeit (Den české státnosti).</p>
<p><strong>Der Heilige Wenzel</strong><br />
Für die tschechische Geschichte spielt Wenzel eine bedeutende Rolle. <span id="more-989"></span>Bereits nach seinem Tod entwickelte sich der Wenzel-Kult. Der heilige Wenzel schützte zunächst nur die Herrscherdynastie, wurde jedoch später zum Schutzpatron des ganzen Landes. Wenzel wurde als Synonym für Böhmen und die böhmische Krone verstanden. Viele seiner Thronfolger erhielten seinen Namen. Bis heute ist der Name Václav als männlicher Vorname sehr belieb. Auch Karl IV. trug den Namen des Landespatrons bei seiner Taufe. Auch wenn er ihn später nicht mehr benutzte, fand der Wenzel-Kult während seiner Regierungszeit seinen Höhenpunkt. Die Wenzelskapelle im Veitsdom auf der Prager Burg, verkleidet mit Halbedelsteinen und vergoldetem Stuck, trägt den Namen des Patrons, seine Gebeine werden im hiesigen Domschatz aufbewahrt. Im 19. Jahrhundert wurde der Pferdemarkt in Prag zum Wenzelsplatz umbenannt. Die Reiterstatue des Bildhauers Josef Václav Myslbek aus dem Jahr 1912 steht bis heute am oberen Ende des Wenzelplatzes. Diese Statue hat schon viele Touristen, Kundgebungen, Demonstrationen und Veränderungen des Landes miterlebt. Die Prager stehen zu ihr und verabreden sich für ein Treffen „pod ocasem“ („unter dem Schwanz“), denn jeder Prager weiß schließlich, wo dieser Pferdeschwanz steht.</p>
<p><strong>Stará Boleslav</strong><br />
In Stará Boleslav findet jährlich eine Pilgerfahrt statt. Im Mittelpunkt der Wallfahrt steht der Gottesdienst auf dem Mariánské náměstí (Mariannenplatz), den der Prager Erzbischof hält. Im Jahr 2009 besuchte der Papst Benedikt XVI. den Wenzel-Feiertag.</p>
<p><strong>Feierlichkeiten zum Tag der tschechischen Staatlichkeit</strong><br />
Auf der Prager Burg zeichnet an diesem Tag der Staatspräsident Persönlichkeiten, die einen wichtigen Beitrag für den tschechischen Staat geleistet haben, mit einem Staatsorden aus. In der Woche vom 24. – 30. September 2012 finden in Prag verschiedene Veranstaltungen unter dem Motto „Tschechen in der Welt – Feierlichkeiten zum Tag der tschechischen Staatlichkeit 2012“ statt. Geplant sind Konferenzen, Diskussionen, Treffen, Filmvorführungen, Gottesdienste, Museumsausstellungen und eine Preisverleihungszeremonie zur Auszeichnung der bedeutenden tschechischen Frau in der Welt. Das unter der Schirmherrschaft des Staatspräsidenten der Tschechischen Republik stehende Projekt möchte die Lebensgeschichte außerhalb des Landes lebender Tschechen im Zusammenhang mit der Frage der tschechischen Staatlichkeit und der nationalen Identität zeigen.</p>
<p><strong>Tschechen in der Welt</strong><br />
Im Rahmen des Programmes werden der breiten Öffentlichkeit nicht nur erfolgreiche Tschechen präsentiert , die das Land vor vielen Jahrzehnten verlassen haben, sondern auch junge Menschen vorgestellt, die sich erst nach 1989 im Ausland niederließen. Dieses Projekt ist gleichzeitig auch als ein Dankeschön an alle im Ausland lebenden Tschechen gedacht, die zur Verbreitung tschechischer Traditionen, tschechischer Kultur, tschechischer Sprache und des Bewusstseins über die tschechische Nation beigetragen haben.</p><p>The post <a href="https://dolmetschbar.de/2012/09/tag-der-tschechischen-staatlichkeit/">Tag der tschechischen Staatlichkeit</a> first appeared on <a href="https://dolmetschbar.de">Übersetzer Dolmetscher Tschechisch Deutsch Polnisch in Berlin| Dolmetschbar</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Europäischer Tag der Sprachen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Iva Wolter]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Sep 2012 01:48:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Fremdsprache]]></category>
		<category><![CDATA[Landeskunde]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie viele Sprachen sprechen Sie? Englisch? Vielleicht noch Französisch oder Spanisch? Oder doch eine eher „kleine“ Sprache?Vielleicht sogar eine „exotische“?. „So viele Sprachen du sprichst, so oft bist du Mensch.“ – ist ein berühmtes Zitat von J. W. Geothe, das es auch in meinen Arbeitssprachen gibt: „Kolik řečí umíš, tolikrát jsi člověkem.“ (Tschechisch) und „Ile [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" loading="lazy" class="alignleft  wp-image-2695" src="https://dolmetschbar.de/wp-content/uploads/2018/05/Hunde_Haf_Wau.jpg" alt="" width="367" height="246" srcset="https://dolmetschbar.de/wp-content/uploads/2018/05/Hunde_Haf_Wau.jpg 1502w, https://dolmetschbar.de/wp-content/uploads/2018/05/Hunde_Haf_Wau-150x101.jpg 150w, https://dolmetschbar.de/wp-content/uploads/2018/05/Hunde_Haf_Wau-300x202.jpg 300w, https://dolmetschbar.de/wp-content/uploads/2018/05/Hunde_Haf_Wau-768x516.jpg 768w, https://dolmetschbar.de/wp-content/uploads/2018/05/Hunde_Haf_Wau-600x403.jpg 600w" sizes="(max-width: 367px) 100vw, 367px" />Wie viele Sprachen sprechen Sie? Englisch? Vielleicht noch Französisch oder Spanisch? Oder doch eine eher „kleine“ Sprache?Vielleicht sogar eine „exotische“?. „<em>So viele Sprachen du sprichst, so oft bist du Mensch</em>.“ – ist ein berühmtes Zitat von J. W. Geothe, das es auch in meinen Arbeitssprachen gibt: „<em>Kolik řečí um</em><em>íš</em><em>, tolikrát jsi člověkem</em>.“ (Tschechisch) und „<em>Ile języków znasz, tyle razy jesteś człowiekiem.</em>“ (Polnisch). <span id="more-988"></span>Es hat einen wahren Kern, denn mit einer Sprache erwirbt man auch die Mentalität der dieser Sprache verwendeten Sprecher. Diese zwei Sachen kann man voneinander nicht trennen.</p>
<p>Die Europäische Union hat 23 gleichberechtigte Amtssprachen und mehr als 60 Sprachgemeinschaften, in denen eine Regional- oder Minderheitssprache gesprochen wird. Außerdem hört man in der EU selbstverständlich noch andere Sprachen, die von Bürgern aus anderen Ländern und Kontinenten gesprochen werden. Dementsprechend ist Europa unermesslich reich an Sprachen. Die Europäische Union unterstützt und fördert diese Mehrsprachigkeit. Alle wichtigen EU-Dokumente wie Richtlinien werden in alle EU-Amtssprachen übersetzt. Ein enormer Bearbeitungsaufwand der durch die Institutionen und Einrichtungen der EU wie die Generaldirektion Übersetzung der Europäischen Kommission, den Sprachendienst des Generalsekretariats des Rates, die Generaldirektion Übersetzung des Europäischen Parlamentes, die Generaldirektion Übersetzung des Gerichtshofes, das Übersetzungszentrum für die Einrichtungen der Europäischen Union usw. gewährleistet wird. Um die interne Kommunikation zwischen den Mitarbeitern der europäischen Institutionen zu erleichtern, werden vor allem Englisch, Französisch und Deutsch als Arbeitssprachen verwendet. Doch jeder Unionsbürger hat gemäß Art. 24 AEUV (Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union) das Recht, sich in einer der 23 Amtssprachen an die Organe der EU zu wenden und eine Antwort in derselben Sprache zu erhalten. Die EU erklärt, die Sprachen und Sprachenvielfalt zu achten und zu respektieren.</p>
<p>Im Jahr 2001 haben daher die Europäische Union und der Europarat die Initiative „<strong>Europäisches Jahrder Sprachen</strong>“ ins Leben gerufen. In verschiedenen Veranstaltungen und Aktionen in 45 teilnehmenden Ländern wurde die sprachliche Vielfalt gefeiert und das Interesse an Erlernen von Sprachen geweckt. Koordiniert werden die Aktionen rund ums Sprachenlernen vom Europäischen Fremdsprachenzentrum des Europarates in Kooperation mit Partnerorganisationen in den einzelnen Ländern.</p>
<p>In Erinnerung an diese Initiative wurde der <strong>Europäische Tag der Sprachen</strong> ausgerufen. Der Tag wird seitdem jährlich am 26. September gefeiert. Ziel des Aktionstages ist es, zur Wertschätzung aller Sprachen und Kulturen beizutragen, die kulturelle und sprachliche Vielfalt zu pflegen, die individuelle Mehrsprachigkeit zu fördern und die Menschen zum lebensbegleitenden Lernen von Sprachen zu motivieren. Dabei sollen auch die weniger verbreiteten und seltener unterrichteten Sprachen sowie Sprachen von Migranten und Gebärdensprachen gefördert werden.</p>
<p>Die Aussage der Europäischen Kommission und des Europarates, dass <em>eine möglichst breite Palette von Sprachen die gegenseitige Achtung, Beschäftigungsfähigkeit und Mobilität steigert und Integration sowie aktive Teilhabe der Menschen am demokratischen Leben in den immer stärker von Mehrsprachigkeit und Vielfalt geprägten Gesellschaften Europas fördert</em>, kann ich aus eigener Erfahrung nur  unterstreichen. Lassen Sie uns daher heute, am 26. September, das sprachliche Erbe Europas feiern!</p>
<p>___________<br />
Bild: © Amor</p><p>The post <a href="https://dolmetschbar.de/2012/09/europaischer-tag-der-sprachen/">Europäischer Tag der Sprachen</a> first appeared on <a href="https://dolmetschbar.de">Übersetzer Dolmetscher Tschechisch Deutsch Polnisch in Berlin| Dolmetschbar</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Von der Geschichtenerzählerin zur Bloggerin</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Iva Wolter]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 16 Sep 2012 22:24:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Sonstiges]]></category>
		<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Bloggerin]]></category>
		<category><![CDATA[Erzählung]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In diesem Blogartikel wird es sehr persönlich. Ich möchte mich allen meinen Bloglesern kurz vorstellen und schildern, wie ich eine Bloggerin geworden bin. Dadurch möchte ich Ihnen die einmalige Möglichkeit bieten, sich einen Eindruck über die Autorin des Dolmetschbar-Blogs zu verschaffen. Geschichten lesen Schon als Kind mochte ich das Erzählen von Geschichten. Als ich noch [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-1682 alignleft" src="https://dolmetschbar.de/wp-content/uploads/2014/08/Bücher.jpg" alt="Bücher" width="474" height="267" srcset="https://dolmetschbar.de/wp-content/uploads/2014/08/Bücher.jpg 3264w, https://dolmetschbar.de/wp-content/uploads/2014/08/Bücher-150x84.jpg 150w, https://dolmetschbar.de/wp-content/uploads/2014/08/Bücher-300x169.jpg 300w, https://dolmetschbar.de/wp-content/uploads/2014/08/Bücher-600x338.jpg 600w" sizes="(max-width: 474px) 100vw, 474px" />In diesem Blogartikel wird es sehr persönlich. Ich möchte mich allen meinen Bloglesern kurz vorstellen und schildern, wie ich eine Bloggerin geworden bin. Dadurch möchte ich Ihnen die einmalige Möglichkeit bieten, sich einen Eindruck über die Autorin des Dolmetschbar-Blogs zu verschaffen.<span id="more-987"></span></p>
<h3>Geschichten lesen</h3>
<p>Schon als Kind mochte ich das Erzählen von Geschichten. Als ich noch ganz klein war und selbst noch nicht lesen und schreiben konnte, haben mir meine Eltern und Großeltern Geschichten aus unterschiedlichen Büchern vorgelesen. Neben Märchen waren es Kindergeschichten, Erzählungen oder Kurzgeschichten. Später, als ich bereits die ersten Buchstaben lesen konnte, wollte ich selber Bücher lesen und freute mich über jedes geschenkte Buch. Bis heute bin ich der Meinung, dass zu Weihnachten unbedingt ein Buch gehört. Meine Mutter hatte mir und meinen Geschwistern jedes Jahr mehrere Bücher zu Weihnachten, anderen Anlässen oder auch einfach mal so, wenn wir nichts mehr zu lesen hatten, geschenkt.</p>
<h3>Geschichten vorlesen</h3>
<p>Neben Lesen mochte ich auch das Vorlesen. So las ich in den Ferien zusammen mit meinen Geschwistern und Großeltern immer gemeinsam ein Buch nach dem Anderen. Wir haben uns immer beim Vorlesen abgewechselt und hatten größten Spaß dran, die Entwicklung der Geschichten zusammen zu verfolgen sowie sich über das Gelesene auszutauschen. Gelesen haben wir neben typischen Kinderbüchern vor allem die Klassiker der tschechischen Literatur wie &#8222;Babička&#8220; von Božena Němcová oder &#8222;Pantáta Bezoušek&#8220; von Karel Václav Rais.</p>
<p>Ich mochte auch Gute-Nacht-Geschichten, die mir vorgelesen wurden. Jedes mal wenn ich krank war, gab es für mich keine größere Freude, als ein Buch vorgelesen zu bekommen bzw. wenn die Krankheit schon am Abklingen war, selber zu lesen.</p>
<h3>Geschichten nacherzählen</h3>
<p>Meine jüngere Schwester und mein kleiner Bruder mochten es, wenn ich Ihnen immer vor dem Schlafengehen alles nacherzählt habe, was ich gerade in einem Buch gelesen hatte. Sie lauschten immer aufmerksam und mochten meine Erzählungsart sehr. Bis heute erinnern sie sich gerne an mein Erzählen vor dem Schlafengehen.</p>
<h3>Geschichten schreiben</h3>
<p>Von Geschichten lesen und nacherzählen ist es nicht mehr so weit zu Geschichten selbst zu verfassen. Dies war auch bei mir so. Tagebücher, Kleingeschichten, Gedichte, Theaterstücke, Artikel für die Schülerzeitung, Erzählungen u.ä.</p>
<p>Über jedes gelesene Buch habe ich einen kleinen Aufsatz geschrieben, um sich auch noch später daran erinnern zu können, wer die Helden des Buches waren und worum es in den Geschichten ging sowie um meine eigenen Gedanken und Eindrucke zum Buch festzuhalten.</p>
<h3>Theaterstücke</h3>
<p>Neben Tagebüchern und Kleingeschichten habe ich auch Theaterstücke geschrieben und diese dann zusammen mit meinen Geschwistern, Cousinen und Freunden vor unseren Eltern und Großeltern aufgeführt. Dabei war ich nicht so sehr als Schauspielerin, vielmehr als Theaterautorin und Regisseurin tätig. Jedes Jahr in den Sommerferien habe ich mir ein Theaterstück ausgedacht, geschrieben und dann zusammen mit Familie und Freunden in privaten, kleinen Rahmen aufgeführt. Es hat immer sehr viel Spaß gemacht. Alle erinnern sich gerne bis heute noch daran.</p>
<h3>Gedichte</h3>
<p>Außer Geschichten habe ich auch Gedichte geschrieben. So ist es irgendwann Tradition geworden, dass ich jedem Familienmitglied &#8211; meinen Eltern, Großeltern oder anderen nahen Verwandten &#8211; neben einem Geschenk und einer selbst gebastelten Glückwunschkarte ein selbst geschriebenes Gedicht geschenkt habe. Meine Oma bewahrt die Gedichte bis heute wie einen großen Schatz auf.</p>
<h3>Schülerzeitung</h3>
<p>In der Schule habe ich zusammen mit meiner besten Freundin eine Schülerzeitung herausgebracht. Wir waren zwei Chefredakteurinnen, die für die Aufmachung und den Inhalt der Zeitschrift verantwortlich waren sowie selbst Artikel verfasst, Interviews geführt, ja sogar &#8211; damals noch an einer mechanischen Schreibmaschine &#8211; die Artikel getippt haben.</p>
<h3>Aufgenommene Geschichte</h3>
<p>Eines meiner großen Werke war eine Fantasiegeschichte, die ich geschrieben und mit einem alten Kassettenrekorder aufgenommen habe. Vorgelesen wurde sie von meinem damals siebenjährigen Bruder. Die amateurhaft aufgenommene Kassette haben wir dann meiner Schwester zu Weihnachten geschenkt. Neben der ausgedachten Geschichte war auch ihre Aufmachung dank des kindhaften Vorlesens meines Bruders, der gerade das Lesen gelernt hatte, sehr lustig. Meine Schwester hat diese Kassette mit selbst gebastelten Layout bis heute.</p>
<h3>Die große Literatur</h3>
<p>In der Schule fiel mir dann im Tschechischunterricht das Verfassen von Aufsätzen und das Lesen von Pflichtliteratur folglich sehr leicht. Als ich Deutsch gelernt hatte und Aufsätze auf Deutsch schreiben musste, wurde mir gar nicht geglaubt, dass ich die Texte selber verfasst habe. An der Universität bereitete es mir keine Probleme, Seminar- und Hausarbeiten zu schreiben und Fachliteratur zu studieren.</p>
<p>Die Liebe zum Lesen und Schreiben hat mich in den ganzen Jahren nicht verlassen. Selbst wenn ich jetzt keine Aufsätze mehr über die von mir gelesenen Briefe schreibe, lese ich nach wie vor sehr gerne. Mittlerweile nicht nur Literatur in tschechischer Sprache, sondern auch in Deutsch, Polnisch, Slowakisch und Englisch. Die Liste der gelesenen Bücher wird immer länger. Die Begeisterung für Bücher ist trotzdem nicht erloschen. Im Gegenteil.</p>
<h3>Fachliteratur, Zeitungen und Zeitschriften</h3>
<p>Neben den literarischen Werken lese ich natürlich auch Fachliteratur sowie ausgewählte Zeitschriften und die Tagespresse. Dank der Verbreitung des Internets ist auch der Zugriff auf mehrsprachigere Artikelausgaben besonders leicht geworden. So ist es heutzutage kein Problem, über das aktuelle Geschehen in unterschiedlichen Ländern in der entsprechenden Landessprache informiert zu werden, was für eine Übersetzerin von großer Bedeutung ist. Außerdem kann man mit Hilfe der RSS-Feed-Funktion Zeitungs- und Blogartikel abonnieren, um rechzeitig über neu erschienene Artikel zu bestimmten Themen informiert zu werden.</p>
<h3>Fachartikel</h3>
<p>In der Fachzeitschrift &#8222;Berliner Anwaltsblatt&#8220; habe ich im April 2012 auf den Seiten 134 &#8211; 136 einen Artikel unter dem Titel &#8222;<a title="Der kompetente Übersetzer im Meer der Sprachmittler" href="http://www.berliner-anwaltsverein.de/wordpress/wp-content/media/anwaltsblatt/2012/BAW_12_apr.pdf" target="_blank" rel="noopener">Der kompetente Übersetzer im Meer der Sprachmittler</a>&#8220; veröffentlicht. Ich gebe hier Rechtsanwälten praktische Tipps für die Suche nach passenden Übersetzern und/oder Dolmetschern und erkläre, vorauf man beim Übersetzen von juristischen Fachtexten besonders achten muss.</p>
<h3>Blogs</h3>
<p>Zu meiner täglichen Lektüre gehören neben den Zeitungen und Zeitschriften der deutschen sowie der internationalen Presse auch mehrere Blogs. Es handelt sich dabei sowohl um Blogs von Kollegen als auch Blogs aus ganz anderen Branchen, in denen Thematik angesprochen wird, die mich persönlich oder beruflich interessiert. Auf diese Weise hohle ich mir auch unter anderem Ideen und Inspiration für meinen eigenen Blog. Hier habe ich jetzt die Möglichkeit entdeckt, meine eigenen Artikel zu schreiben und auch zu veröffentlichen. Ich schreibe jetzt nicht mehr nur für meine Familie, Bekannte, Verwandte, Freunde oder Kollegen, sondern auch für das breite Publikum. Dank meinem Blog sind die von mir veröffentlichten Artikel für jeden sichtbar. Jeder der Interesse an Artikeln aus der Übersetzungspraxis und an fachübergreifenden Themen hat, die auch mich interessieren und über die ich hier schreibe, kann meine Artikel lesen oder sie auch abonnieren. Worüber es in diesem Blog geht, können Sie im ersten Artikel &#8222;<a href="http://wordpress.imsprachen.com/willkommen-bei-dolmetschbar-blog/" target="_blank" rel="noopener">Willkommen bei Dolmetschbar-Blog</a>&#8220; nachlesen. Meine ersten Blogversuche und frühere Artikel finden Sie in den jeweiligen Kategorien oder im Archiv unterteilt in verschiedene Themenbereiche sowie auffindbar unter den einzelnen Schlagwörtern.</p>
<p>Ich hoffe, dass ich Ihnen durch diesen Artikel meine Liebe zu Texten und Literatur überhaupt überzeugend darstellen konnte. Gleichzeitig hoffe ich, Sie davon überzeugt zu haben, meine Texte hier zu verfolgen und mit Freude zu lesen. Ich möchte Sie hiermit dazu ganz herzlich einladen. Betonen möchte ich noch, dass auch das Mitmachen und das Feedback meiner Leser ausdrücklich erwünscht ist sowie das Weitergeben an andere potenzielle Interessierte &#8211; an Ihre Kollegen, Arbeitgeber, Auftraggeber, Freunde, Verwandte und Bekannte. Sie können die einzelnen Artikel auch bei verschiedenen Social-Media-Platformen verlinken und über RSS-Feed oder E-Mail abonnieren. Zum Kommentieren eignet sich hervorragend die Kommentar-Funktion unter jedem Artikel.</p>
<p>Ich freue mich über Ihr Feedback und Ihr hoffentlich anhaltendes Interesse an den News aus der Übersetzungspraxis. Bleiben Sie dabei!</p><p>The post <a href="https://dolmetschbar.de/2012/09/von-der-geschichtenerzaehlerin-zur-bloggerin/">Von der Geschichtenerzählerin zur Bloggerin</a> first appeared on <a href="https://dolmetschbar.de">Übersetzer Dolmetscher Tschechisch Deutsch Polnisch in Berlin| Dolmetschbar</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Zu Gast bei Freunden in Polen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Iva Wolter]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Aug 2012 18:54:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Landeskunde]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Als Übersetzer setzt man sich nicht nur mit der Sprache auseinander. Vielmehr muss man auch die kulturellen Gegebenheiten der jeweiligen Sprachräume kennen. Nur durch kulturspezifische Kenntnisse ist es möglich, kulturellen Missverständnissen vorzubeugen. Diesem sehr spannenden Thema möchte ich in meinem Blog einen eigenen Bereich widmen. In der Kategorie &#8222;Kultur&#8220; werde ich Ihnen die tschechische und polnische Kultur näher [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://dolmetschbar.de/2012/08/zu-gast-bei-freunden-in-polen/">Zu Gast bei Freunden in Polen</a> first appeared on <a href="https://dolmetschbar.de">Übersetzer Dolmetscher Tschechisch Deutsch Polnisch in Berlin| Dolmetschbar</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-2699 alignleft" src="https://dolmetschbar.de/wp-content/uploads/2018/05/Straße_in_Polen_mit_Schildern.jpg" alt="" width="462" height="309" srcset="https://dolmetschbar.de/wp-content/uploads/2018/05/Straße_in_Polen_mit_Schildern.jpg 800w, https://dolmetschbar.de/wp-content/uploads/2018/05/Straße_in_Polen_mit_Schildern-150x100.jpg 150w, https://dolmetschbar.de/wp-content/uploads/2018/05/Straße_in_Polen_mit_Schildern-300x201.jpg 300w, https://dolmetschbar.de/wp-content/uploads/2018/05/Straße_in_Polen_mit_Schildern-768x514.jpg 768w, https://dolmetschbar.de/wp-content/uploads/2018/05/Straße_in_Polen_mit_Schildern-600x401.jpg 600w" sizes="(max-width: 462px) 100vw, 462px" />Als Übersetzer setzt man sich nicht nur mit der Sprache auseinander. Vielmehr muss man auch die kulturellen Gegebenheiten der jeweiligen Sprachräume kennen. Nur durch <strong>kulturspezifische Kenntnisse</strong> ist es möglich, kulturellen Missverständnissen vorzubeugen.<br />
Diesem sehr spannenden Thema möchte ich in meinem Blog einen eigenen Bereich widmen. In der Kategorie &#8222;<strong>Kultur</strong>&#8220; werde ich Ihnen die tschechische und polnische Kultur näher bringen. Ich möchte Sie sowohl aus den historischen als auch den aktuellen Aspekten beleuchten. Hier erfahren Sie vieles über die politischen, wirtschaftlichen, kulturellen und anderen gesellschaftlichen Ereignisse und vom Sprachwandel in Tschechien und Polen. Dadurch wird deutlich, in welchem Maße kompetente Übersetzer und Dolmetscher durch ihre Arbeit zur kulturellen Verständigung beitragen.</p>
<p>Beginnen möchte ich mit dem von mir verfassten <a href="http://www.imsprachen.de/userfiles/20120611_Aktuelles&amp;Fachwissen_imSPRACHEN_Fußball-Europameisterschaft.pdf">Artikel</a>, den Sie vielleicht schon von meiner <a href="http://www.imsprachen.de/index.php?page=21&amp;lang=default">Webseite</a> kennen. Dieser Artikel bietet sich gut als Einstieg an, da er die polnischen Bräuche und Gewohnheiten kurz vorstellt und Ihnen Tipps zum Verstehen der polnischen Mentalität gibt. <span id="more-985"></span>Dabei stört es nur wenig, dass der Artikel eigentlich aus Anlass der Fußball-Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine geschrieben wurde. Die beschriebenen Gewohnheiten sind auch nach der Meisterschaft gleich geblieben und gelten nicht nur für Fußballfans. Ich wünsche Ihnen auf jeden Fall viel Spaß beim Lesen!</p>
<p style="text-align: center;">________________________________________________________</p>
<h2 style="text-align: center;"><strong>Zu Gast bei Freunden<br />
</strong><strong>Fußball-Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine </strong></h2>
<p><strong>Nun ist es wieder so weit, die nächste Fußball-Europameisterschaft ist da. Diesmal findet die Mistrzostwa Europy w Piłce Nożnej 2012 bzw. </strong><strong>Чемпіонат</strong><strong>Європи</strong><strong>з</strong><strong>футболу</strong><strong>2012</strong><strong>in Polen und der Ukraine statt. Dieses sportliche Großereignis bietet eine gute Gelegenheit, die polnischen Bräuche und Gewohnheiten kurz vorzustellen.</strong></p>
<p>Sollten Sie mal &#8211; sei es als Fußballfan oder als Tourist &#8211; einen Besuch bei Ihren polnischen Freunden planen, können Ihnen folgende Tipps beim Verstehen der polnischen Mentalität behilflich sein, Sie vor Missverständnissen bewahren und das unangenehme Treten ins Fettnäpfchen vermeiden.</p>
<p>Die Polen sind zunächst einmal ein sehr gastfreundliches Volk. Mit Sicherheit werden Sie von Ihren polnischen Freunden, Bekannten oder Verwandten nach Hause eingeladen. Dort erwartet Sie viel Essen und trinken. Bedienen Sie sich! Das Verweigern von Speis und Trank gleicht einer hundertprozentigen Missachtung des Gastgebers. Die polnische Hausherrin wird Ihnen alle selbst gemachten Leckereien servieren, die sie im Haus findet. Der polnische Hausherr wird mit Bier und selbstverständlich Wodka nicht geizen. Trinken Sie mit oder nippen Sie wenigstens an Ihrem Wodkaglas. Ausreden jeglicher Art könnten die Gastgeber als Beleidigung auffassen. Essen Sie nicht zu viel vor Ihrem Besuch. Denn mehrere Gänge und viel Fleisch sind vorprogrammiert, selbst wenn Sie eigentlich nicht zum Essen eingeladen waren. Im Polen zeigt die Menge an Fleisch auf dem Tisch, wie wohlhabend eine Familie ist.</p>
<p>Ihren Gastgebern sollten Sie ein Geschenk mitbringen. Gerne etwas Typisches aus Ihrer Region, für die Damen einen Blumenstrauß. Achten Sie aber bitte auf die ungerade Anzahl an Blumen.</p>
<p>Auch wenn Sie großen Hunger und Durst mitbringen, sollten Sie nicht zu früh kommen. Es könnte Ihre Gastgeber in Verlegenheit bringen, wenn sie mit der Vorbereitung des großen Festes für ihre deutschen Freunde noch nicht hundertprozentig fertig sind. Unpünktlichkeit ist jedoch ebenso unhöflich. Das akademische Viertel ist genau das Richtige für alle Beteiligten.</p>
<p>Beim Begrüßen gibt es einiges zu beachten. In Polen zieht man die Straßenschuhe aus, bevor man die Wohnung betritt. Außerdem begrüßt man sich draußen vor der Tür oder drinnen, aber niemals direkt an der Türschwelle, da das Unheil ins Haus bringt. Die Herren reichen sich die Hand mit einem festen Druck. Die Damen küssen sich dreimal an den Wangen. Den Herren reichen die Damen ihre Hand zu einem angedeuteten Kuss. Zumindest bei der älteren Generation ist der Handkuss eine unverzichtbare Form der Höflichkeit.</p>
<p>Überhaupt sind die Polen sehr höflich. Vor allem den Frauen und den älteren Menschen gegenüber. In der Straßenbahn stehen Jüngere auf und überlassen den Älteren ihren Platz. Die Männer helfen den Frauen in den Mantel oder aus dem Auto, machen ihnen die Tür auf, rücken der Dame den Stuhl zurecht und stehen auf, wenn sie aufsteht.</p>
<p>Doch wie wollen Sie sich mit Ihren Gesprächspartnern unterhalten? Polnisch ist mit sieben Fällen, komplizierten Aspektsystem und der Kombination von Zischlauten eine besonders schwere Sprache. Nicht mal die Namen hört man in einem sehr schnell anmutenden Wortfluss heraus. Kein Wunder, denn selbst die Namen werden dekliniert und dann noch verkleinert. So wird aus Aleksandra auf einmal Ola, im im Dativ sogar Oli und im Akkusativ Olę, aus Barbara Basia oder aus Tomasz Tomek. Doch keine Angst. Viele Polen sprechen Deutsch, die junge Generation vor allem Englisch.</p>
<p>Das Ansprechen mit Nachnamen gilt als sehr distanziert, ja fast unhöflich. Das Siezen in Verbindung mit dem Vornamen ist beispielsweise bei Kollegen besser geeignet. Aus „Frau Nowak“ (poln. „Pani Nowak“) wird somit „Frau Katarzyna“ (poln. „Pani Katarzyna“). Bei noch vertrauterem Verhältnis „Pani Kasia“. Im Familien- und Freundeskreis wird dann natürlich geduzt, sehr gerne mit den Kosenamen.</p>
<p>Die Polen trinken gerne Brüderschaft. Doch dieser Brauch hat Konsequenz: man muss sich unbedingt den Namenstag des polnischen „Bruders“ merken, um ihn gratulieren zu können. In keinem anderen Land hat der Namenstag eine solche Bedeutung wie in Polen. Bei Familienfeiern oder an kirchlichen Feiertagen wie Ostern und Weihnachten ist schickere Kleider Pflicht.</p>
<p>Nach dem vielen (Wodka)Trinken ist der Gang zur Toilette unvermeindlich. Doch seien Sie nicht irritiert, wenn Sie im Restaurant vor zwei Türen stehen, die mit einem Dreieck und einem Kreis markiert sind. Der Kreis weist auf die Damentoilette, das Dreieck auf die Herrentoilette hin.</p>
<p>Die Polen mögen Symbole und sind sehr abergläubig. Neben den bereits erwähnten Pechbringern, gibt es eine ganze Reihe anderer Gewohnheiten, die das Unheil fernhalten sollen. Die Damen sollen beispielsweise ihre Handtasche nicht auf den Boden stellen, da sie ansonsten das ganze Geld verlieren könnten.</p>
<p>Neben dem Aberglauben spielt jedoch auch der Glaube an Gott eine besonders wichtige Rolle im ganzen Leben eines Polen. 95% der Polen sind Katholiken. Wundern Sie sich nicht, wenn Sie Sonntagvormittag durch leere Straßen laufen &#8211; vor allem in kleineren Städten und Dörfern. An diesem Tag versammeln sich alle in der Kirche zu einer Sonntagsmesse. Auch „ihren“ Papst werden Sie überall antreffen. Der verstorbene Johannes Paul II. ist in den Augen der meisten Polen nicht nur der höchste Vertreter der heiligen Kirche gewesen, sondern auch der unermüdliche Kämpfer gegen die kommunistischen Besatzer Polens und der Kritiker des Regimes. Viele Polen haben in ihrem Geldbeutel neben dem Foto ihres Partners und ihrer Kinder das Bild des polnischen Papstes. Auch die heilige Madonna erfreut sich einer sehr großen Beliebtheit.</p>
<p>Vermeiden Sie also Gespräche über die Fehler dieses großen Mannes. Ein weiteres Gesprächstabu sind Polenwitze, Geschichten über gestohlene Autos und polnische Diebe. Sprechen Sie lieber über die wunderschöne Natur in Polen, die Masurischen Seen beispielsweise, über die berühmten polnischen Komponisten oder die großartige polnische Literatur. Die gebildeten polnischen Gesprächspartner sind bestens nicht nur über die eigene Geschichte informiert. Selbstverständlich wird man sich mit Ihnen auch mit Freude über Fußball und andere Sportarten unterhalten. Seien Sie offen und lassen Sie sich von der Begeisterung, die das ganze Land während dieser Europameisterschaft ausstrahlt, anstecken. Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei Ihrem Besuch in Polen.</p>
<p>________<br />
Foto: UggBoy♥UggGirl [ PHOTO // WORLD // TRAVEL ] &#8211; [ Beautiful Old Town District : Simply Delicious at all times ] Warsaw, Poland; <img decoding="async" src="http://piqs.de/images/license/by_sign.gif" alt="" border="0" /> <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/de/deed.de">Some rights reserved</a>; Quelle: <a href="http://www.piqs.de/">www.piqs.de</a></p><p>The post <a href="https://dolmetschbar.de/2012/08/zu-gast-bei-freunden-in-polen/">Zu Gast bei Freunden in Polen</a> first appeared on <a href="https://dolmetschbar.de">Übersetzer Dolmetscher Tschechisch Deutsch Polnisch in Berlin| Dolmetschbar</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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